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  1. Seit heute können Schweizer Unternehmen vom Freihandelsabkommen mit den Philippinen profitieren. Dieses baut weitgehend Zölle sowie andere Handelshemmnisse ab und verbessert damit für Firmen den Zugang zu einem Markt in Asien, der rasant wächst. Seit heute steht der Schweizer Wirtschaft das Tor weit offen zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkten Südostasiens. Das Freihandelsabkommen zwischen der EFTA und den Philippinen ist in Kraft getreten. Das Abkommen baut die Zölle auf nahezu allen Industrieprodukten ab und ermöglicht auch der Schweizer Nahrungsmittelindustrie, ihre Schokolade, Käse oder Milchpulver per sofort zollfrei zu verkaufen. Auch Dienstleister profitieren von dem Abkommen, das nichttarifäre Handelshemmnisse beseitigt. Schweizer Firmen haben 2017 Waren für 322 Millionen Franken in die Philippinen exportiert, die Schweiz selber hat philippinische Produkte für 200 Millionen Franken eingeführt. Schweizer Investoren haben bisher 1,5 Milliarden Franken in den Philippinen eingesetzt. Wachsender Markt mit grossem Potenzial für die Schweiz Die Philippinen wachsen seit Jahren wirtschaftlich stark und robust. Sie haben sich beispielsweise international als wettbewerbsfähiger Anbieter von Geschäftsdienstleistungen positioniert und damit 2016 rund 25 Milliarden Dollar eingenommen. Über 100 Millionen Menschen leben auf den Philippinen. Die Mittelschicht wächst stetig und konsumiert: Der Konsumanteil am BIP beträgt 70 Prozent. Das Potenzial für die Schweizer Unternehmen ist daher sehr gross. Das Freihandelsabkommen wird ihnen helfen, künftig ihre Dienstleistungen und Waren zu günstigeren Preisen in das Land zu exportieren. Das erhöht für die Firmen auch den Anreiz, in der Schweiz zu investieren und Arbeitsplätze aufzubauen. source
  2. Wizard

    Mai 2018

    Oh je dann muss ja mal wieder Angst und Schrecken herschen. 🤔
  3. Die 22 Jahre muss er erstmal überleben. Stelle ich mir dort nicht so leicht vor, vor allem sollte raus kommen das er sich an einheimischen Kindern vergangen hat.
  4. Ein holländischer Pädophiler, der in Hua Hin als Musiklehrer und Immobilienmakler gelebt hatte, wurde wegen sexueller Misshandlung lokaler Jungen unter 15 Jahren zu 22 Jahren in einem thailändischen Gefängnis verurteilt, berichtete De Telegraaf. Im November letzten Jahres wurde der Serienpädophile Reinhold Klunder (51) in seinem Haus in Hua Hin verhaftet, wo ein zehnjähriger Junge auf dem Grundstück gefunden wurde und ein weiterer während der Festnahme ankam. Er lud häufig lokale Jungen ein, um in seinem Pool zu schwimmen und sie zu füttern, später lockte er sie zu Sex und nahm die Missbrauchs-Sitzungen auf, um sie mit seiner pädophilen Online-Community zu teilen. Nach einem Tipp der Polizei in den Niederlanden, wo Klunder auch wegen sexuellen Missbrauchs gesucht wurde, begann die Polizei, den Mann zu untersuchen. Während der Ermittlungen sagten die Nachbarn, sie hätten viele junge Buben aus Klunders Haus kommen und gehen sehen. Die Polizei nahm fleckige Bettwäsche, Computer, Handys, Tablets, Speicherkarten und andere Speichergeräte aus seinem Haus, um Beweise zu finden. Der Mann gab seine Schuld nach der Festnahme zu.
  5. BANGKOK/ST. GALLEN - In der Schweiz wäre es eine Bagatelle gewesen. In Thailand sieht die Sache ganz anders aus. Vor vier Monaten klauten Anna und Romano G. am Flughafen von Bangkok einen Laptop. Wann sie heimdürfen, scheint weiter ungewiss. Seit mehr als vier Monaten befindet sich das St. Galler Ehepaar Romano (61) und Anna (56) G.* in Thailand. Unfreiwillig, wie anzunehmen ist. Die beiden wurden im November 2017 vor ihrem geplanten Rückflug in die Schweiz verhaftet, weil sie am Terminal des Bangkoker Flughafens einen Laptop geklaut haben sollen. Das Paar fand ein herrenloses Notebook im Wert von 40'000 Baht (1200 Franken) und steckte es ein. Blöd nur: Überwachungskameras filmten das Pärchen in flagranti. Nach anfänglichem Leugnen gab das Paar den Laptop-Klau schliesslich zu (BLICK berichtete). Wie lange müssen sie noch bleiben? Seither stecken sie offenbar im Ferienparadies fest. Wie lange noch, scheint niemand zu wissen. Romano G. gab zuletzt gegenüber BLICK an, am 11. Januar vor Gericht erscheinen zu müssen. Und spricht bei derselben Gelegenheit von einer «extrem dummen Geschichte», die ihm und seiner Frau da passiert sei. Seither herrscht Funkstille. Der Mann ist nicht mehr zu erreichen. «Nach unseren Informationen befindet sich das genannte Paar weiterhin in Thailand. Sie stehen mit der schweizerischen Vertretung vor Ort in Kontakt. Weitere Informationen können zurzeit nicht erteilt werden», heisst es auf Anfrage beim EDA. Fragen, ob eine Rückkehr in die Schweiz absehbar sei, bleiben unbeantwortet. Gatte spielt Freunden heile Welt vor Auffallend: Anna und Romano G. scheint die Sache äusserst peinlich zu sein. Auf Facebook ist der Klau-Gatte nämlich weiterhin aktiv. Dort nutzt er jede Gelegenheit, um seinen Freunden eine heile Welt vorzugaukeln. «Geniesse den Regen im Paradies», schreibt er am 28. Dezember, also Wochen nach seiner Festnahme. Und als ein Kollege nachfragt, ob er und seine Frau denn immer noch in den Ferien seien, quittiert es Romano G. banal mit einem Like. «Wir sind eigentlich zufrieden», schreibt er einmal. «Sorry, wir bleiben noch», heisst es ein anderes Mal. Auch bei Nachfragen im Umfeld scheint niemand so richtig Bescheid zu wissen, was nun wirklich Sache ist. Klar ist: Insgeheim dürfte dem Ehepaar G. das Lachen längst vergangen sein. Denn für vermeintliche Bagatelldelikte wie Diebstahl werden in Thailand Haftstrafen von bis zu fünf Jahren ausgesprochen. Quelle
  6. Wizard

    Songkran (Thailand)

    until
    Songkran (thailändisch: สงกรานต์, [sǒŋkraːn]) ist das traditionelle Neujahrsfest der Tai-Völker nach dem thailändischen Mondkalender. Es ist heute auf den 13. bis 15. April datiert. Früher hatte es kein festes Datum und fand ursprünglich zur Frühlings-Tagundnachtgleiche statt (zwischen 19. und 21. März), ist dann aber infolge der Präzession der Erdachse zum heutigen Termin gewandert. Im Unterschied zum heutigen Neujahrsfest des Gregorianischen Kalenders setzt das thailändische Neujahrsfest die Monatszählung nicht wieder auf eins zurück. Diese beginnt immer Ende November, Anfang Dezember. Das Songkranfest findet also etwa im vierten oder fünften Monat des thailändischen Kalenders statt. source
  7. Ende April wird Boracay dichtgemacht: Die Insel, die der philippinische Präsident Rodrigo Duterte als «Kloake» bezeichnet hat, soll sechs Monate lang gereinigt werden. Während dieser Zeit soll sich auch die Natur von den Touristenhorden erholen können. Hotels und Attraktionen bleiben geschlossen, was die lokalen Anbieter massiv schädigt. Nur Einheimische erhalten Zutritt zur beliebten Ferieninsel. Das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen erarbeitet derzeit zusammen mit den lokalen Behörden einen genauen Plan. Zu den Hauptzielen gehört die Einrichtung eines Abflusssystems. Darüber hinaus sollen illegale Konstruktionen vom Strand entfernt und überprüft werden, ob bestehende Gebäude den Umweltschutz- und Bauverordnungen entsprechen. Geht es um die Chinesen? Klingt sinnvoll? Ist es in der Theorie wohl auch. Örtliche Unternehmer wittern hinter der gross angelegten Säuberungsaktion jedoch andere Absichten. Denn kurz vor Bekanntgabe der Touristensperre bestätigte die philippinische Regierung den Bau einer 23 Hektar grossen Casino-Anlage auf Boracay, was der Natur auf der Ferieninsel kaum zuträglich wäre. Bauherrin ist die chinesische Firma Galaxy Entertainment Group (GEG). Das wahre Motiv hinter der «Schein-Aktion» sei es, ausländischen Investoren – und zwar besonders jenen aus China – den Weg zu ebnen, werden die Gegner von CNN Philippines zitiert. Andrea Domingo von der philippinischen Vergnügungs- und Glücksspielgesellschaft entgegnet, die Pläne für das Casino seien bereits letztes Jahr gutgeheissen worden. Sie seien Präsident Duterte bereits im Dezember unterbreitet worden, also lange bevor dieser die Schliessung Boracays androhte. Ausserdem müsse für das Projekt noch immer eine Vielzahl von Bewilligungen eingeholt werden. source
  8. Sollten die Philippinen heute gewinnen oder unentschieden Spielen würden sie sich das erstemal in 62Jahren für den Asian Cup qualifizieren. http://www.tnp.sg/sports/football/philippines-brink-football-history
  9. PHILIPPINEN ⋅ Millionen von Katholiken sind in einer der grössten religiösen Prozessionen der Welt durch die philippinische Hauptstadt Manila gezogen. Während des jährlichen Umzugs mit der Schwarzer Nazarener genannten Statue versuchen viele Gläubige, die Christusfigur zu berühren. Der jahrhundertealten Figur werden magische Heilkräfte zugeschrieben. Mehr als 6000 Polizeibeamte und Soldaten sind laut Medienberichten im Einsatz. Die Behörden verhängten Verbote für Alkoholverkäufe und das Mitführen von Schusswaffen für Zivilisten in Manila. Mehr als tausend Menschen seien in den ersten elf Stunden des Umzugs wegen Beschwerden und Verletzungen wie Knochenbrüchen und Bluthochdruck behandelt worden, teilten das Rote Kreuz und das Gesundheitsministerium mit. Die hölzerne Jesus-Figur soll 1606 durch Missionare von Mexiko nach Manila gebracht worden sein. Obwohl das entsprechende Schiff in Flammen aufging, soll die verkohlte Figur den Brand überstanden haben und erhielt danach den Namen Schwarzer Nazarener. Die Prozession erinnert an die Überstellung der Figur zur Kirche in Quiapo im Jahre 1787. Mehr als 80 Prozent der rund 100 Millionen Einwohner der Philippinen sind Katholiken. Source
  10. Wizard

    Around Town

    Ein paar Bilder der aus Angeles City. Gerne darf dieser Thread durch eigene Bilder erweitert werden. zum Beitrag im Forum
  11. Wizard

    WoW Wednesday

    @nobi dann guten Hunger
  12. Duterte hat den 13 bis 15. November in den Regionen NCR, Bulacan, Pampanga für Arbeitsfrei bzw zu Feiertagen deklariert.
  13. Wizard

    Kenia 2017

    Sehr geile Bilder!! Was war bei denen mit dem lila touch?
  14. Wizard

    Kenia 2017

    Ja dann hat er ja mehr für sein Geld
  15. Minuziös hat eine Gruppe Islamisten die Erstürmung der Stadt Marawi vorbereitet. Als sie zuschlugen, war die Armee nicht darauf gefasst. Der erbitterte Häuserkampf dauert nun schon vier Monate. Der Feind, erläutert Brigadegeneral Melquiades Ordiales, habe sich auf den Häuserkampf bestens vorbereitet. Der Plan von Islamisten, die südphilippinische Provinzhauptstadt Marawi zu «befreien» und ein Kalifat zu errichten, sei vermutlich über Monate oder gar Jahre geschmiedet worden. Die Folge für Ordiales und seine Truppe war: «Um den Agus River zu überqueren und bis Marawi vorzudringen, kämpften wir zwei Monate. Um die Hauptachse zu sichern, brauchten meine Marines dann nochmals eine Woche.» Kriegserprobte Jihadisten Inzwischen ist Ordiales mit seiner Truppe bis ins Zentrum von Marawi vorgestossen. Auf eine Hausmauer im Stadtzentrum sind die Buchstaben «IS» und das Wort «Maute» gesprayt. Der Islamische Staat, die lokale Maute-Bande und die philippinische Kidnappergruppe Abu Sayyaf – aus diesen drei Organisationen hat sich eine kriegserprobte Terrorbande rekrutiert, die sich nunmehr seit dem 23. Mai in Marawi verschanzt hält. Ursprünglich bestand sie gemäss Schätzungen der philippinischen Armee aus etwa 700 schwerbewaffneten Islamisten. Bis auf etwa 50, die immer noch erbitterten Widerstand leisteten, habe man alle «neutralisiert», sagt der Kommandant. Das Ziel von Ordiales' Truppe ist der Lake Lanao. Der See, der Marawi, der Provinzhauptstadt von Lanao del Sur, einst geradezu idyllischen Charakter verlieh, ist nur etwa 800 Meter entfernt. Durch Luken in den oberen Stockwerken der Ruinen ist er zu sehen. Dennoch kann es noch Wochen dauern, bis sich die Soldaten dorthin vorgekämpft haben. Die Häuser sind eng verschachtelt, drei oder vier Stockwerke hoch und oft mit unterirdischen Tunnels verbunden. Jede Treppe, jedes Stockwerk, jeder Raum muss erkämpft werden. Wenn sich die Islamisten zurückziehen, verminen sie die Gänge. Mit der Idylle von See, Moscheen und Basaren ist es längst vorbei: Marawi, eine bekannte Universitätsstadt und Hochburg des Islams auf der Insel Mindanao, wo einst 250 000 Menschen wohnten, ist zu einer beklemmenden Steinwüste geworden, aus der das Leben und die Farben verschwunden sind. Die gespenstische Stille wird nur von Kampflärm durchbrochen: sporadischen Gewehrschüssen, kurzen Minenexplosionen, dumpf grollenden Panzergranaten und Bomben aus der Luft. Über den Dächern von Marawi liegen Rauchschwaden von Bränden und Explosionen. Marines und Freiwillige Die Luftwaffe, die koreanische FA50-Jets und amerikanische OV-10-Bronco-Bomber einsetzt, fliegt ihre Angriffe bei guter Sicht zweimal täglich. Die wuchtigen Detonationen sind kilometerweit zu spüren. Zur Auswertung der Angriffe und zur Beobachtung der Kampfzone kreist eine P-3C Orion in sicherer Höhe. Das Aufklärungsflugzeug, in dem anfänglich amerikanische Spezialisten mitwirkten, ist mit Sensoren und Infrarot-Geräten ausgestattet, die praktisch jede Bewegung in den Ruinen registrieren. Doch die in Schwarz gekleideten Fanatiker sind schwer auszumachen. Sie bewegen sich in den untersten Stockwerken oder in schützenden Tunnels. Dort liegen vermutlich Material- und Munitionsvorräte, die zur Versorgung über Monate reichen. Das Los ihrer Geiseln muss grauenhaft sein. Anfänglich waren es gegen 200 Zivilisten. Wie viele noch am Leben sind, ist unbekannt. Einzelnen ist im Chaos der Kämpfe die Flucht gelungen. Aber die Soldaten haben auch Dutzende von toten und verletzten Opfern der Islamisten gefunden. Man nehme Rücksicht auf die Geiseln, sagen die philippinischen Militärs. Das verlangsame ihr Vordringen. Aber implodierte Häuser und russschwarze Mauern lassen erahnen, dass Rücksicht in diesem Krieg relativ ist. Leichen und verletzte Geiseln, die von der Terrorbande zurückgelassen worden sind, werden von jungen Zivilisten evakuiert. Die meisten sind Studenten, überwiegend Muslime. Die Freiwilligentruppe ist unbewaffnet. Grell orange gekleidet, stösst sie auf Geheiss der Armee in die Kampfzone vor. Auf ihren Jacken steht «Lanao del Sur Rescue Team». Längst spricht man nur noch vom «suicide team». Ihre Gruppe sei der lokale Beitrag zur Überwindung der seelischen Wunden in Marawi, meint Mike, ein 25-jähriger Student, der sich als Indie-Filmemacher bezeichnet. Ausländische Unterstützung In einer Seitenstrasse, die mit «AFP/PNP cleared» gezeichnet und völlig verlassen ist, steht ein Gebäude, das wie viele andere zerschossen, aber in diesem Konflikt von besonderer Bedeutung ist. In dem einst stattlichen vierstöckigen Haus war Isnilon Hapilon, der Anführer von Abu Sayyaf und einer der meistgesuchten Terroristen der Philippinen, untergetaucht. Nach einem Hinweis wollte die Polizei ihn am 23. Mai festnehmen; der Plan misslang, es kam zu ersten Schiessereien. Es wird vermutet, dass in Hapilons Haus die Pläne zur Eroberung von Marawi geschmiedet wurden. De facto sollte eine Provinzkapitale mit islamischem Recht geschaffen werden, in der nicht mehr Manila, sondern der IS das Sagen haben sollte. Mit anderen Worten: Der IS forderte die Staatsgewalt frontal heraus. Das gab es in Südostasien noch nie. Terrorexperten in Singapur hatten schon vor Jahresfrist davor gewarnt. Von der Zusammenkunft Hapilons mit IS-Leuten und mit den militanten Brüdern des Maute-Clans – einer lokalen Bande, die in Politik, Drogenhandel und Waffengeschäfte involviert ist – gibt es Videosequenzen. Sie deuten an, wie fachkundig und präzise die Eroberung der Stadt und deren Deklaration als IS-Zone vorbereitet worden sind. Dass dieses tollkühne Unterfangen nicht aussichtslos war, hatte drei Gründe. Das vormals idyllische Marawi auf Mindanao galt immer als Hochburg des Islams; die muslimischen Extremisten konnten mithin auf Schutz und Sympathien in der Bevölkerung zählen. Zweitens brachten die zum Teil in Syrien und Afghanistan ausgebildeten Kämpfer und ausländischen IS-Schergen Erfahrung in urbaner Kriegsführung mit. Darauf war die philippinische Armee gemäss Colonel Brawner, dem leitenden Nachrichtenoffizier in Marawi, nicht vorbereitet. Bisher hatte man muslimische Rebellengruppen hauptsächlich im Dschungel Mindanaos bekämpft. «Urban warfare» und die radikale Ideologie des IS hätten das Kampffeld grundlegend verändert. Drittens hofften die Angreifer auf Verstärkung: Terrainverluste des IS in Syrien, militante Gruppen in Indonesien und muslimische Kämpfer auf Mindanao sollten sie im «Run to Marawi» unterstützen. Der Slogan ist vereinzelt noch auf den Wracks von Pick-ups zu lesen, mit denen offenbar todesmutige Jihadisten herangekarrt wurden. Kämpfer von Abu Sayyaf, den Bangsamoro Freedom Fighters und kampfbereite Angehörige der Moro Islamic Liberation Front (MILF) sowie der Muslim National Liberation Front (MNLF) hätten für Nachschub sorgen sollen. Es gibt Beweise, dass auch Kämpfer der MILF, die mit Manila längst ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen hat, mit der Maute-Gruppe kooperierten. Am 27. Mai, vier Tage vor Beginn des Fastenmonates Ramadan, hätte der islamische Stadtstaat Marawi ausgerufen werden sollen. IS, Maute und Abu Sayyaf lancierten ihren Angriff vier Tage davor, weil sie mit keinem langen Kampf rechneten. Inzwischen haben sich die Kräfteverhältnisse zu ihren Ungunsten verschoben: Den nach vier Monaten übrig gebliebenen 50 bis 100 Islamisten stehen 10 000 philippinische Soldaten gegenüber. Gebäude, in denen der Feind vermutet wird, werden mit Panzern und aus der Luft beschossen. Die Mannschaftstransporter, deren Panzerung relativ schwach ist, sind mit dicken Holzlatten eingekleidet, welche die Wirkung feindlicher Geschosse reduzieren. Die Terrorbande ist mittlerweile eingekesselt. Ursprünglich hielt sie die ganze Innenstadt, jetzt kontrolliert sie noch etwa 30 Hektaren. Der See ist durch die Navy abgeriegelt, die Marines von General Ordiales stossen Meter um Meter durch die Ruinen vor. Ihr Einsatz dauert jeweils eine Woche; dann werden sie durch frische Kräfte abgelöst. Am vergangenen Sonntag kam der 153. Soldat ums Leben. Die Zahl der Verletzten beträgt ein Mehrfaches davon. In Hapilons Residenz, zu der auch ein Innenhof gehört, bietet sich ein einziges Bild der Zerstörung. Unter Trümmern und Staub liegt ein indonesischer Reisepass. Er lautet auf Mohamad Gufron, Wohnort Serang, geboren am 20. Oktober 1993. Der einzige Stempel markiert das Einreisedatum vom 21. März. Auf der Liste der 100 Terrorverdächtigen, die an jeder Strassensperre hängt, findet sich der Name nicht. Die Nachforschungen laufen. Der Chef von Abu Sayyaf entkam durch eine Bresche in der Wand. Seine Spur verlor sich im Grünen in Richtung des Lanaosees. Ob der 51-Jährige noch lebt und allenfalls in den Ruinen den Widerstand leitet, ist ungewiss. Zwecklos ist dieser schon längst. Den blinden Fanatikern, die eine ganze Stadt in den Abgrund ritten, geht es nur noch darum, möglichst viele Soldaten zu töten und als «Märtyrer» zu sterben. Das Militär soll bleiben Der blutigste Militäreinsatz der philippinischen Armee seit dem Zweiten Weltkrieg dürfte in einigen Wochen enden; er hat bisher weit über 1000 Todesopfer gefordert. Präsident Rodrigo Duterte, der Marawi Ende der vergangenen Woche besuchte, verzichtete in seiner Rede vor den Kommandanten jedoch auf triumphale Töne. «Wir werden das Ende der Kämpfe in Marawi nicht feiern», sagte er. Die Stadt werde wieder aufgebaut, auch mithilfe der Armee. Das Kriegsrecht, das seit Mai auf der ganzen Insel gilt, werde nach dem Niederringen des IS aufgehoben – die Armee aber solle zum Schutz der Bevölkerung bleiben. Marawi war schon vor diesem Sturm auf die Stadt für seinen Waffenhandel und als Drogenumschlagsplatz berüchtigt. Der Wiederaufbau und die Betreuung von etwa 200 000 Personen, die auf absehbare Zeit ohne Obdach sind, werden gemäss Schätzungen des zivilen Krisenkomitees in Marawi mindestens fünfzig Milliarden Pesos kosten, das sind knapp eine Milliarde Franken. Der Bürgermeister ist verschwunden, die Lehrer der Religionsschulen ebenfalls. Rund ein Zehntel der Bevölkerung ist christlichen Glaubens. Laut Duterte geht es jetzt nicht nur um die Säuberung radikaler Elemente. Um dem IS und dessen perverser Auslegung des Islams einen Riegel zu schieben, müssten auch die Herzen der Bewohner gewonnen werden, sagte er. Das wird nach diesem Inferno lange dauern. source