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Erst Duterte, dann Duterte

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Die Philippinen sind keine Erbmonarchie - eigentlich. Doch Rodrigo Duterte hat genaue Vorstellungen, wer seine Nachfolgerin im Präsidentenamt werden soll: Tochter Sara.

Der umstrittene philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die Hoffnung geäußert, dass die Amtsgeschäfte auch nach der nächsten Wahl 2022 in der Familie bleiben. Im "Philippine Star" sprach sich der 72-Jährige für seine älteste Tochter Sara Duterte-Carpio als Nachfolgerin aus. "Ich könnte mir keinen besseren Kandidaten vorstellen", wird Duterte in der Zeitung zitiert.

Die 39 Jahre alte Rechtsanwältin ist amtierende Bürgermeisterin der Stadt Davao, auch auf diesem Posten ist sie eine Nachfolgerin ihres Vaters. Im Juli 2011 soll sie einen Polizeibeamten geschlagen haben, weil dieser sich ihren Anordnungen widersetzte. "Sie ist keine Fanatikerin", sagt Duterte über seine Tochter, die als ähnlich rigoros und brutal gilt wie der amtierende Präsident.

In der vergangenen Woche demonstrierten in der philippinischen Hauptstadt Manila Tausende Menschen gegen das im Mai von Duterte verhängte Kriegsrecht im Süden des Landes. Dort kämpft das Militär gegen Islamisten, die sich dem "Islamischen Staat" (IS) zugehörig fühlen sollen.

Kritiker werfen dem Präsidenten massive Menschenrechtsverletzungen vor. Er ist unter anderem für seine brachiale Rhetorik und seine Brutalität im Kampf gegen die Drogenszene bekannt, seit Sommer 2016 starben dadurch über 7000 Menschen. Im August gab es in drei Nächten fast 100 Tote, darunter einen 17-jährigen Schüler.

"Wenn Kinder von mir in Drogendinge verwickelt sind, bringt sie um, damit die Leute nichts zu reden haben", sagte Duterte und spielte damit nicht nur auf den getöteten Schüler, sondern auch auf seinen Sohn Paolo an, über den es entsprechende Gerüchte gibt.

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